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Technik

Wichtig - speziell für Regatta-Segler - ist die Tatsache, dass die Boote den technischen Vorschriften entsprechen, wie sie in den Bau- und Vermessungsvorschriften niedergelegt sind. Erst und nur dann machen Wettbewerbe zwischen Folkeboot-Seglern wirklich Sinn.

Fragen und Anregungen zu diesen Vorschriften (Class Rules) sind bei unserem  Technischen Obmann (TO) Thomas Lyssewski richtig adressiert.

Beispielsweise: Was ist erlaubt und was nicht, welche Materialien sind zulässig, welche Änderungen/Verbesserungen können am Boot vorgenommen werden, ohne dass die Class Rules verletzt werden, welche „Hilfsmittel“ sind beim Regattasegeln erlaubt.

Aber auch: Welche Weiterentwicklung sollen die Vorschriften nehmen; also welche Neuerungen sind vorstellbar.

Und wer das genaue Gewicht seines Bootes feststellen möchte, kann sich die DFV-eigene Waage beim TO ausleihen.  

Thomas Lyssewski ist per E-Mail zu erreichen: technik(at)folkeboot.de.

 

Messbrief Nordisches Folkeboot

von Dr. Jürgen Breitenbach, 1. Vorsitzender der DFV,
und Dipl. Ing. Thomas Lyssewski, Technischer Obmann der DFV

Ohne die richtigen Papiere geht auch beim Segeln nichts – zumindest für diejenigen, die an Regatten teilnehmen möchten. Weil wir
in der jüngeren Vergangenheit wiederholt Anfragen zu diesem Thema bekommen haben und auf den Internet-Seiten des Deutschen
Segler Verbandes etwas irreführende Informationen standen, möchten wir hier Klarheit schaffen.

I. Messbrief und Bootsschein bei neuen Booten
Wird ein Folkeboot neu gebaut, erstellt ein amtlicher DSV Vermesser die Vermessungsunterlagen und sendet sie zum DSV (Deutscher Segler Verband). Der DSV stellt daraufhin einen internationalen Bootsschein IBS und einen Messbrief aus. In diesem Zusammenhang wird auch die Segelnummer vergeben. Der Internationale Bootsschein und der Messbrief sind in einem Dokument zusammengefasst, der Messbrief befindet sich auf Seite 3. Der Messbrief belegt, dass es sich bei diesem Boot um ein Nordisches Folkeboot handelt. Er gehört zu den Basispapieren zu jedem Boot. Bei internationalen Meisterschaften ist der Messbrief Grundlage zur Startberechtigung.

II. Messbrief und Bootsschein bei gebrauchten Booten mit vorhandenem Messbrief
Wird ein gebrauchtes Folkeboot in Deutschland erworben, existiert im Idealfall zu diesem Boot ein IBS und ein Messbrief. Dieser IBS sollte dann zur Eintragung des neuen Eigners zum DSV geschickt werden. Der DSV stellt für den neuen Eigner einen aktuellen Bootsschein aus. Die Segelnummer bleibt erhalten. Wird ein gebrauchtes Boot im Ausland erworben, wird der vorhandene ausländische Messbrief im Allgemeinen vom DSV anerkannt. Der DSV erstellt dann auf Antrag einen deutschen IBS und vergibt auch eine deutsche Segelnummer.

III. Gebrauchte Boote ohne Messbrief
Wird ein deutsches Folkeboot erworben und existiert zu diesem Boot eine ursprüngliche Segelnummer (die ist im Allgemeinen am Schott vor dem Mast angebracht), ist das Boot sehr wahrscheinlich im Register des DSV vorhanden und der DSV stellt dann auf Antrag einen neuen Bootsschein aus. Wird ein Folkeboot mit einer ursprünglichen Segelnummer aus dem Ausland erworben, sollte eine Nachfrage beim DSV erfolgen. Der DSV kann dieses Boot in internationalen Bootsverzeichnissen (Dänemark, Schweden usw.) suchen. Ist dieses Boot in den ausländischen Bootsregistern als vermessenes Folkeboot vorhanden, wird der DSV einen IBS mit deutscher Segelnummer ausstellen. Sind zu einem Boot weder Messbrief noch zuverlässige Segelnummer vorhanden und soll wegen geplanter Teilnahme an internationalen Regatten ein neuer Messbrief erstellt werden, bleibt nur die Nachvermessung bei einem amtlichen DSV Vermesser und die Beantragung eines neuen Messbriefes beim DSV.

IV. Segelnummer eines Nordischen Folkebootes
Eine Segelnummer ist eine im Segelsport verwendete eindeutige Kennzeichnung von Booten. Segelnummern sind in Deutschland keine amtlichen oder amtlich anerkannten
Schiffskennzeichen. Sie besteht aus den Nationalitätsbuchstaben / Nationalcode z.B. GER und der Nummer, die in der Regel fortlaufend entweder vom Hersteller, der International Sailing Federation, der internationalen oder nationalen Klassenvereinigung oder von einem nationalen Seglerverband (z.B. DSV) zugewiesen wird. Die Segelnummer wird also dementsprechend national oder international gezählt. Bei der Einheitsklasse Nordisch Folkeboot wird bei Vorhandensein der Vermessungsunterlagen oder des Messbriefes die Segelnummer vom DSV vergeben. Auf der DSV-Seite wird die offiz. Notiz richtig gestellt. Wenn ein/e Folkebootfreund/in ein neues Segel kauft und seine ursprüngliche Segelnummer nicht kennt, gibt es folgende

Vorgehensweise:
Eine offizielle Segelnummer gibt es nur mit einer Nachvermessung
oder dem Nachweis einer alten Vermessung z.B. in GER, SWE, DEN, FIN im jeweiligen Bootsregister.

Sollte keine Vermessung/Nachvermessung oder kein offizieller Nachweis vorliegen, kann keine Folkeboot-Segelnummer vergeben werden.

Konstruktionspläne

Konstruktionspläne für das Nordische Folkeboot können über die NFIA bezogen werden.

Kontruktionspläne

Class Rules

Bau- und Vermessungsvorschriften (Class Rules) sind auf der Website der NFIA (Nordic Folkboat International Association) veröffentlicht.
Sie gibt es offiziell nur in Englisch.

Class Rules

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